Seit der Sarrazin-Debatte geistert in den deutschen Medien das Schlagwort des „judäo-christlichen Abendlandes“ umher. Ich habe eigentlich wenig Bedarf den Scharen an jung-konservativen Autoren nachzueifern, und dieses unwirkliche Konstrukt auseinanderzunehmen; ist es doch Hab und Gut jedes klar denkenden Menschen, dass der „jüdische Zusatz“ dieser zeitgeistlich geprägten Erfindung bloßes Zugeständnis an den politisch korrekten Zeitgeist dieser Tage ist. Worauf bezieht sich diese Fiktion des Informationszeitalters also? Auf den Holocaust, jenen tragischen Genozid an den jüdisch-gläubigen Vertretern unter uns Europäern? In der dargebotenen Form wohl kaum…vielmehr ist es der klägliche (und sicherlich nicht mehr als 20 Jahre alte) Versuch, durch eine Verbindung zwischen Christentum und Judentum einen scheinbar offensichtlichen, jedoch auf den zweiten Blick mehr als leidlich daherfabulierten Schulterschluss zwischen Abendland und Judentum zu erschaffen, was nicht mehr als eine Reue- und Demutsbezeugung eines ungesunden Schuldkultes ist.

Doch ich will ablassen von dieser aktuellen Äußerung kriecherhafter Unterwerfung. Schon das Schlagwort des christlichen Abendlandes bietet Angriffsfläche genug: Selten konnte eine so perfide Konstruktion Eingang in den politischen oder religiösen Diskurs finden. Gerne benutzt von neo-liberalen CDU/CSU’lern oder Geistlichen, bildet das christliche Abendland eine vorgegaukelte und nicht zu fassende Einheit aller Nationen Europas, die – losgelöst von der nüchternen, religionswissenschaflichen Betrachtung – irgendwas mit Jesus und den netten Märchen drumherum zu tun haben. Doch was ist dran an der Mär vom Okzident Mater Ecclesia?
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Mittelalterliche Niederlegungen in Brunnenschächten sind im mecklenburgischen Bereich keine Seltenheit und werden gemeinhin der häuslichen Profan- und Sakralmagie zugeordnet. Im Volksbrauchtum stellen Brunnen, ebenso wie Öfen eine Verbindung zur Ahnen- und Geisterwelt dar, was Opferdeponierungen eindrucksvoll beweisen.





Ultima Thule greifen in ihren kraftvollen Stücken oft auf kriegerische und mythologische Themen zurück. Wie in „My Fatherland“ wird dabei nicht selten in patriotischer Weise die Liebe zum Heimatland und die Schönheit der schwedischen Landschaft besungen. Kritisch wird vor allem gerne die politische Gesinnung der Band beäugt, die sich allerdings klar und deutlich von Rassismus und Gewalt jeglicher Couleur distanziert:
So war die diesjährige Sommersonnenwende des