Rule Britannia – Englischer Patriotismus [Julian]
Die legendäre „Last Night of the Proms“, das Londoner Abschlusskonzert der englischen Konzertsaison, das außerhalb von Großbritannien viel bekannter ist als die eigentliche Konzertreihe, findet in einer sehr gelösten Atmosphäre statt. Neben populärer Klassik wird in der zweiten Hälfte des Konzertes eine Reihe von patriotischen Werken mit großem Pomp aufgeführt.
Dazu zählen unter anderem Hubert Parrys Vertonung von William Blakes Gedicht „Jerusalem“, Edward Elgars „Pomp and Circumstance March Nr. 1 (Land of Hope and Glory)“ und natürlich „Rule, Britannia!“. Bei den letzteren beiden Stücken ist es Tradition, dass das Publikum mitsingt, Union-Jack-Fahnen schwingt und ebensolche Hüte trägt. Das Konzert selbst findet traditionsgemäß in der Royal Albert Hall statt, die aber bei weitem nicht die Kapazität hat, den gesamten Ansturm von Besuchern aufzunehmen. Daher sind riesige Public Viewings, bei denen das Konzertgeschehen über große Leinwänden übertragen wird, eine normale Begleiterscheinung der “Last Night of the Proms”.
Der Umgang der Briten mit dem eigenen Patriotismus wird bei der Veranstaltung meiner Meinung nach in einer sehr würdigen, aber auch durchaus humorvollen Art und Weise zelebriert. Diesen Umgang kann man sich in Deutschland gerne als Vorbild nehmen, da abseits der obligatorischen Fußball-Großereignissen solche Feierlichkeiten aufgrund politischer Korrektheit und der Negierung der eigenen nationalen Geschichte gänzlich fehlen.
Für mich steht jedenfalls fest, die “Last Night of the Proms” dieses Jahr selbst zu besuchen. Schon die Videos der Veranstaltung lösen bei mir Gänsehaut und Ergriffenheit aus. Wie viel gigantischer muss dann das reale Erleben des Konzerts sein? Aber bitte bildet euch anhand dieser beeindruckenden Inszenierung eine eigene Meinung:
Rule Britannia:
God save the Queen:
Jerusalem:
Land of Hope and Glory:

[...] dem Jahr 2009 und aus der legendären Londoner Konzertreihe „Last Night of the Proms“ (siehe Artikel) und zeigt den wie immer fantastischen, walisischen Bassbariton Bryn Terfol bei seiner [...]