Doku: Kampf im Klassenzimmer [Julian]

Deutsche Schüler in der Minderheit
Film von Nicola Graef und Güner Balci

Nach der Propaganda-Dauerberieselung durch die breite Medien- und Politikfront zum “multikulturellen Sommermärchen” der WM, zeigt die ARD gester nacht mal zur Abwechslung einen Einblick in die traurige Realität. Zufälligerweise erst um 00:05…ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Manchmal werden sie verhöhnt, manchmal sogar geschlagen. Mit ihnen wird in der Klasse kaum geredet, sie ziehen sich zurück, sagen kaum noch ihre Meinung – kurz, sie sind nicht integriert in der Schule. Die Rede ist nicht von Migranten-Kindern an einer deutschen Schule, sondern von deutschen Schülern an einer Hauptschule in Essen.
„Sie werden nicht jeden Tag mit dem Messer bedroht, … aber die Kinder mit Migrationshintergrund haben hier eindeutig das Sagen”, so die Direktorin der Schule.
„Red nicht mit der, das ist bloß eine deutsche Schlampe”, so hören es auch die Lehrerinnen.

„Wenn Ramadan ist, ist Ausnahmezustand. Beim letzten Mal ging es soweit, dass sie uns ins Essen gespuckt haben”, berichtet die Hauswirtschaftslehrerin. “Man sagt immer, dass die Ausländer diskriminiert werden, aber hier läuft es andersrum. Ein libanesischer Arabisch-Lehrer schildert, dass die deutsche Lebensart von seinen Schülerinnen und Schülern ganz offen abgelehnt würde, diese Einstellung sei fast schick.
Die deutschen Kinder reagieren mit Aggression oder Überanpassung. Auf dem Schulhof verdrücken sie sich in die Ecken. Sebastian, ein stämmiger 16-Jähriger, fühlt sich gemobbt von den muslimischen Mitschülern, ist häufig in Prügeleien verwickelt.
Julia aber ist mit dem streng gläubigen Saleh aus Palästina befreundet. Die Schülerin bezeichnet sich inzwischen selbst als Muslima, d.h. für sie: keine Partys, kein Alkohol, kein Sex.
Die Lehrer versuchen, auf die Situation mit Klarheit und dem Bestehen auf deutschen Regeln und Gesetzen zu reagieren, aber auch mit muttersprachlichem Unterricht und Verständnis für die Libanesen.

Die Autorinnen Güner Balci und Nicola Graef zeigen das Verstehen und Nichtverstehen in einer Schulklasse, die inzwischen nicht nur für das Ruhrgebiet typisch geworden ist.

Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5

~ von 21ghostwriters am 22. Juli 2010.

Eine Antwort to “Doku: Kampf im Klassenzimmer [Julian]”

  1. Ich glaube, der Film stellt die Wirklichkeit dar und keineswegs ein Zerrbild. Ich bin Deutscher und habe Arabisch gelernt und kenne mich ganz gut aus unter arabischen Migranten in Deutschland.

    Ich glaube nicht, dass es eine Lösung in Richtung “Integration” gibt. Die Verhaltensweisen und Einstellungen sind tief im Islam verankert, das kann man so gut wie nicht ändern, wenn die Muslime in großen Gruppen auftreten.

    Ich sehe nur zwei Möglichkeiten: die Deutschen schauen, dass sie alle Muslime, die auf einer islamischen Lebensweise beharren, wieder loskriegen und erzeugen einen ganz erheblichen Assimilationsdruck auf den Rest oder die Deutschen werden zu Minderheit und damit zu Menschen zweiter Klasse im eigenen Land, die geschunden und verfolgt werden.

    Die zweite Möglichkeit führt früher oder später zu einem Ende der deutschen Kultur.

    Mancher hält das vielleicht für zu pessimistisch, aber meine Frage, wie soll ein drittes realistisches Szenario aussehen?

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