Das nächtliche Amfayo

Port Amfayo Grün

Die Stadt der Tausend Segel im fahlen Mondschein

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Sollte sich tatsächlich jemand die Frage gestellt haben: Ja, ich schreibe noch. Ich schreibe sogar viel und regelmäßig, und Logwars Portfolio an Abenteuern ist inzwischen recht üppig bestückt. Ich habe meinen Helden in die Gladiatoren-Gruben der schwarzen Vulkanstadt Oskan geschickt, ihn in die verfluchten Tiefen der Kerker-Festung Harons Hand erkunden lassen, und mich schließlich dafür entschieden, seine Vorgeschichte in der verdorbenen und nebelschwangeren Hafenstadt Port Amfayo zu beleuchten. Hier macht er schon bald Bekanntschaft mit übelgelaunten Einheimischen, der Stadtwache und einem mächtigen, wie mysteriösen Kult grüner Mönche. Und Logwars stets gültige Frage bleibt: Wer hat mein Weib verschleppt? Ob der Mönchsorden etwas damit zu tun hat?

Ursprünglich sollte die Geschichte „Logwar und die grüne Priesterschaft“ ein Wettbewerbsbeitrag für den Emmerich-Verlag werden, die Geschichten junger Autoren für eine deutschsprachige Sword&Sorcery-Anthologie suchten. Leider habe ich mich mit der Handlung verzettelt, zu episch geplant und am Ende entmutigt die Flinte ins Korn geschmissen. Der Umfang war einfach zu groß, und die Chance, die Story noch gekürzt zu Ende zu bringen, nicht gegeben. Nun wartet sie also so auf ihr letztes Kapitel, und es wird sich zeigen, wie es dann für mich weitergeht. Meine mir gesetzten Fristen, selbst zu veröffentlichen (als elektronisches Buch etc.), sind schon längst überschritten. Mir fehlt es schlicht an Know-how (kleines 1×1 der Self-Publisher), einem guten Cover-Artist (der Spaß an Heroic Fantasy hat und nicht nach den ersten drei Skizzen verschwindet), sowie einer Tonausrüstung, um die erste Story als Werbe-Teaser zu vertonen. Sollte mir irgendjemand bei einem dieser Punkte helfen können, dann soll er sich nicht zu Schade sein, mir einen Kommentar oder eine Nachricht zu hinterlassen. Bis dahin bleibt mir wohl nicht mehr übrig, als geduldig Material anzuhäufen. Und nun zur Leseprobe:

Gedankenversunken ließ Akaram Xaar seinen Blick über das nächtliche Port Amfayo schweifen, die Stadt der Tausend Segel. Weit unter seinem Turm funkelten die Lichter der Metropole wie Juwelen, die mit flüchtiger Hand auf ein Tuch von schwarzem Samt gestreut waren. Die breiten Prachtstraßen wanden sich im Schein der Feuerschalen durch das Häusermeer, gleich brennender Schlangen, nur unterbrochen von großartigen Brücken und Viadukten aus Stein. Smaragdgrüne Lampions waren in den Gärten von Palästen und Herrenhäusern aufgehangen, und in den engen Gassen flackerte das Licht unzähliger Fackeln. Obwohl der Mond schon hoch am Himmel stand, schien die Stadt zu seinen Füßen unermüdlich zu pulsieren. Menschenmengen drängten sich auf Plätzen, in den Straßen und vor den Tavernen, grölend, saufend, feiernd. Es war das Fest Fayomais, des grünen Gottes – Xaars Herrn. Sieben Tage würden die Ausschweifungen dauern, an deren Ende das Blut zahlreicher Sklaven den Boden tränken sollte. Denn Port Amfayo war eine Sklavenstadt, und der grüne Gott, der Meister aller Ketten, ihr unbestrittener Gebieter.

© J.Islinger

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~ von 21ghostwriters - 2014/10/02.

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